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Allensbach: Jenny Hertenstein: „Am Sonntag kommt ein Sieg“
Allensbach: Jenny Hertenstein: „Am Sonntag kommt ein Sieg“
Zuversicht trotz Fehlstart beim SV Allensbach: Am Sonntag beim Heimspiel gegen Haunstetten sollen zwei Punkte her
SV Allensbach – TSV Haunstetten (Sonntag, 16 Uhr, Riesenberghalle). – Gerade mal ein Punkt aus zwei Spielen – das ist die ernüchternde Bilanz der Allensbacher Handballerinnen im Jahr 2012. Dabei wollte das Team von Trainerin Jenny Hertenstein in der Rückrunde eigentlich die Verfolgungsjagd auf Spitzenreiter VfL Waiblingen aufnehmen. Doch die Allensbacherinnen mussten durch die Niederlage beim FSV Mainz und das Unentschieden gegen die SG Mainz-Bretzenheim zwei herbe Dämpfer hinnehmen.
„Das lief natürlich nicht optimal“, sagt Hertenstein, die eine der Ursachen für die schwachen Leistungen im eigenen Anspruchsdenken sieht: „Wir haben uns selbst das hohe Ziel Meisterschaft gesetzt und wollten unbedingt gut starten. Mit diesem Druck kam die Mannschaft nicht klar.“
Daneben sind aber auch einige andere Faktoren für den Leistungsabfall im Vergleich zur Hinrunde verantwortlich. So kam etwa die Winterpause für die Allensbacherinnen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Zum Jahresende feierte der SVA einen ungefährdeten Sieg nach dem anderen. Die fünfwöchige Unterbrechung hat die Allensbacherinnen scheinbar aus dem Rhythmus gebracht.
Am deutlichsten ist das an der Personalie Erika Lukoseviciute zu sehen. In der Hinrunde noch die beste Torschützin der Allensbacher, gelangen der Rückraumspielerin im neuen Jahr gerade einmal zwei Treffer in zwei Spielen. Auch wenn eine Gehirnerschütterung, die sich Lukoseviciute in der Partie gegen den FSV Mainz zugezogen hat, für diesen Leistungseinbruch hauptverantwortlich ist, wird doch deutlich, dass der SV Allensbach von den Leistungen seiner Topspielerin abhängig ist. „Klar ist, dass uns die einfachen Tore von Erika fehlen“, stellt auch Hertenstein fest.
Für die Trainerin gilt es nun, die Mannschaft wieder aufzubauen. „Wir haben alles offen angesprochen und versucht, unsere Probleme auszumachen“, verrät Hertenstein, für die aber auch klar ist, dass es wieder aufwärts gehen wird: „Wir müssen eigentlich nichts groß ändern, wir müssen nur wieder unser Können abrufen.“ Die nächste Chance dazu ergibt sich im Heimspiel gegen den TSV Haunstetten. Die Gäste aus dem Ausgburger Stadtteil mussten zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen und gehen als klarer Außenseiter in die Partie gegen den SVA. Dennoch erwartet Hertenstein eine schwere Aufgabe: „Wir haben uns auch im Hinspiel in Haunstetten schwer getan. Sie spielen eine gute Abwehr.“
Von ihrer Mannschaft fordert die Trainerin daher eine klare Leistungssteigerung: „Wir müssen die Fehlerquote reduzieren. Wir müssen wieder in unsere Stärke vertrauen und unsere Aktionen konsequenter zu Ende führen.“ Sollten ihre Spielerinnen diese Forderungen umsetzen, ist Hertenstein davon überzeugt, den ersten Sieg im Jahr 2012 einzufahren. „Wir haben ja einen Aufwärtstrend. Zuerst kam eine Niederlage, dann ein Unentschieden, und am Sonntag kommt ein Sieg“, sagt die Trainerin selbstbewusst und macht deutlich, dass sie auch den direkten Wiederaufstieg noch nicht abgehakt hat. „Noch ist nichts passiert. Waiblingen hat auch gepatzt und die Mainzer haben bereits gezeigt, dass sie nicht so konstant sind. Die Saison ist noch lang.“
Südkurier 28.01.12


