Donnerstag, Februar 23, 2012
   
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Grossbottwar: „Schlechter als im Hinspiel können wir nicht spielen“

 

Die Drittliga-Handballerinnen des TV Großbottwar müssen morgen um 16.30 Uhr in Mainz ran.

Eine Aufholjagd wollen die Drittliga-Handballerinnen des TV Großbottwar in der seit zwei Wochen laufenden Rückrunde starten. Ziel ist schließlich nach wie vor der Klassenerhalt, auch wenn die Ausgangslage nach der Hinrunde nicht gerade rosig aussah. Gerade einmal zwei Zähler hatten die Bottwartälerinnen zu diesem Zeitpunkt vorzuweisen, inzwischen sind es vier. Denn die erste Rückrunden-Partie gegen den ESV Regensburg war gleich von Erfolg gekrönt. Vergangene Woche kam dann aber der Dämpfer.

In Freiburg führten die TVG-Frauen zur Pause zwar noch mit 16:13, am Ende verloren sie jedoch mit 25:31. „Von den vergangenen zwei Spielen haben wir 90 Minuten gut gespielt. Die zweite Halbzeit in Freiburg war aber schlecht“, resümiert TVG-Trainer Paul Herbinger, der hofft, dass sein Team morgen (16.30 Uhr) bei der SG Mainz-Bretzenheim noch einmal Schwung aus dem ersten Rückrundensieg mitnehmen kann. Denn der ist nötig. „Mainz hat zuletzt mehrmals bewiesen, dass sie gut drauf sind“, meint Herbinger.

Erst holten die Mainzerinnen beim Tabellendritten SV Allensbach einen Punkt, danach gewannen sie zu Hause souverän gegen den direkten Abstiegskonkurrenten HSG Freiburg. Das große Plus des Teams: Es ist sowohl qualitativ, als auch in der Breite gut aufgestellt. Vor allem im Rückraum haben die Freiburgerinnen körperlich starke Akteurinnen. „Eine einzelne Spielerin kann man da gar nicht herausheben. Da ist immer mal wieder eine andere gut“, sagt der Großbottwarer Trainer. Mal erziele Andrea Veeck zehn Treffer, dann trumpfe wiederum Michelle Chwalek, die Handballerin des Jahres 2010 im Saarland, auf. Immer gefährlich sei jedoch Kreisläuferin Lara Leukefeld. „Sie ist sehr konterstark“, weiß Paul Herbinger, der voll und ganz auf eine sichere Abwehr setzt. „Wir müssen sie zu langen Angriffen zwingen und versuchen, ihre Spielzüge in den Griff zu bekommen“, sagt Herbinger, der aber weiß, dass das nicht leicht werden wird. Zu gut erinnert sich der TVG-Trainer noch an das Hinspiel-Debakel, als seine Frauen in eigener Halle mit 20:36 untergingen. „Das war das schlechteste Spiel, das wir in dieser Runde gemacht haben. Nach zehn Minuten haben wir den Abpfiff bereits herbeigesehnt. Schlechter können wir gar nicht spielen. Da lief wirklich gar nichts“, berichtet er. Mainz spielte sich hingegen in einen wahren Rausch. „Wer nach diesem Hinspiel noch denkt, dass es einfach wird, der irrt“, macht Herbinger nun klar.

Das Gute: Er kann auf alle seine Akteurinnen setzen. Einzig hinter dem Einsatz von Ramona Mack steht noch ein Fragezeichen. Sie musste das Training in dieser Woche aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. „Ich hoffe aber, sie ist bis Sonntag wieder fit. Denn sie würde uns schon sehr fehlen“, sagt der Trainer.

Von Julia Spors - Marbacher Zeitung 27.01.2012

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